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“Spuren von Menschen”

Jubiläen sind meist Anlass zu Rückblenden. Doch Godehard Lietzow und Karl Horst Hartmann wagten einen Blick nach vorn: “Vorsicht” nannten sie doppelsinnig die Ausstellung zum 15jährigen Bestehen ihrer Berliner Galerie in der Knesebeckstraße 32, die sie gemeinsam führen. Sie wollen “in die Zukunft hineindenken”.

Nur zwei der vom 10. Juli bis zum 10. August vorgestellten 13 Künstler waren von Anfang an dabei: der heute in Karlsruhe lebende Maler Peter Ackermann und der Syrien stammende und in Berlin lebende Maler Marwan. Erst später kamen dazu C.E.Beck, Holger Bunk, Luis Caballero, Stephan Elsner, Werner Knaupp, Henning Kürschner, Albert Merz, Jürgen Sage, Hermann Schenkel, Joachim Schmettau und Peter Vogt – sie prägen das Programm der Galerie.

Schon mit seiner ersten Ausstellung “Debut” im Jahr 1970 versuchte Lietzow, “Spuren und Zeichen von Menschen in der Kunst” zu zeigen und vor allem den “individuellen Künstler” zu fördern, der keinem Trend nachjagt. Neben vielen anderen stellte die Galerie Lietzow den Bildhauer Alfred Hrdlicka aus und den Maler und Fotokünstler David Hockney, sie zeigte den Vertreter der “Neuen Prächtigkeit” Johannes Grützke und den “Wilden” Salomé.

Oda Schäfer